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Pumpen und Armaturen

Durch hydraulischen Abgleich Kosten sparen und Emissionen reduzieren
Von:  GebäudeKlima
| 02.08.2012

Armaturen und Pumpen: Hauptdarsteller für einen sauberen hydraulischen Abgleich und damit für einen einwandfreien Betrieb der Heizung.

Eine effektive aber oft vergessene Chance zur Energieeinsparung
Mit einem Anteil von 48% am gesamtschweizerischen Energiekonsum sind die Gebäude die mit Abstand grössten Energieverbraucher in unserem Land. Die Heizung macht dabei mit rund 35% den Löwenanteil des Energiekonsums im Haus aus. Eine äusserst effektive aber wenig bekannte Massnahme, Heizenergie und damit Kosten einzusparen, ist der so genannte hydraulische Abgleich. Beim hydraulischen Abgleich werden die einzelnen Komponenten einer Heizungsanlage exakt aufeinander abgestimmt. Dadurch wird sichergestellt, dass die Wärme dorthin gelangt, wo sie benötigt wird. Klingt logisch, wird aber selten durchgeführt: Lediglich ein kleiner Teil der Heizungsanlagen sind derzeit hydraulisch optimal abgeglichen. Voraussetzung dafür ist, dass das Heizsystem mit entsprechenden Armaturen ausgerüstet ist.

Wann ist ein hydraulischer Abgleich nötig?
Die Heizkörper in den Räumen werden ungleichmässig warm – die einen sind zu kalt während andere überhitzen? Es rauscht in den Heizköpern? Das Gebäude wurde nach Einbau der Heizung saniert? Kann eine dieser Fragen mit ja beantwortet werden, sollte unbedingt eine Optimierung der Heizung durch einen hydraulischen Abgleich ins Auge gefasst werden. Mit dem hydraulischen Abgleich lässt sich eine gleichmässige Wärmeverteilung im Gebäude erreichen. Dabei wird die Heizungsanlage so eingestellt, dass das System aus Rohren, Pumpen und Ventilen dem zirkulierenden Wasser einen möglichst geringen Widerstand entgegensetzt.

Stromsparende, kleinere Umwälzpumpen
In einer Heizanlage mit schlechtem hydraulischen Abgleich sorgen unterschiedliche Widerstände im System dafür, dass Heizflächen in entfernten Räumen mitunter nicht richtig warm werden. Stärkere Umwälzpumpen müssen dies ausgleichen und das Heizungswasser in die abgelegenen Heizflächen transportieren. Der Preis dafür ist hoch: Energieverbrauch und Stromkosten schnellen in die Höhe, weil Heizungspumpen erheblich mehr Strom verbrauchen. Ist das System dagegen mit den für einen sorgfältigen hydraulischen Abgleich notwendigen Armaturen ausgerüstet und richtig justiert können kleine und sparsame Pumpen eingesetzt werden.

Wesentlich auch bei Brennwertgeräten?
Eine nicht abgeglichene Anlage kann auch die Effektivität von Brennwertgeräten deutlich reduzieren: Wenn einige Heizflächen überversorgt sind, führt dies zu höheren Rücklauftemperaturen in der Anlage. Die Folge: das Wasser aus den Abgasen der Heizungsanlage kann nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr kondensieren. Dadurch wird weniger Wärme aus den Abgasen zurückgewonnen. Die Einsparungen, die ein Brennwertgerät üblicherweise bewirkt, werden zunichte gemacht.

Bis 15% Heizenergiekosten-Einsparungen und zusätzlicher Komfortgewinn
Durch den hydraulischen Abgleich kann die Anlage mit optimalem Anlagedruck und einer niedrigen Volumenmenge betrieben werden. Daraus ergeben sich gleich mehrere Vorteile: Alle Heizkörper im Gebäude werden gleichmässig warm. Die Thermostatventile arbeiten einwandfrei und sorgen für die exakt gewünschte Temperatur in jedem Raum. Und nicht zuletzt reduzieren sich die Energie- und Betriebskosten. Einsparungen von bis zu 15% sind möglich.

Grosse Wirkung für wenige hundert Franken
Für den hydraulischen Abgleich wird zunächst der Wärmebedarf für jeden Raum des Gebäudes berechnet und dabei Aussenflächen, Wände, Decken, Fenster und Türen mit einbezogen. Entsprechend des errechneten Wärmebedarfs wird dann die Heizfläche mit der notwendigen Heizleistung ausgewählt. Zusätzlich wird die Entfernung zur Heizungspumpe berücksichtigt. Aus diesen Grössen ergeben sich die Einstellwerte für die einzelnen Heizflächen. Ein hydraulischer Abgleich ist dann erreicht, wenn alle parallelen Systeme den gleichen hydraulischen Widerstand besitzen. Hilfreich für einen hydraulischen Abgleich sind Armaturen wie voreinstellbare Thermostatventile oder Rücklaufverschraubungen an den Heizkörpern. Wichtig ist auch, dass es sich um ein 2-Rohr-System handelt, da 1-Rohr-Systeme nur eingeschränkt abgeglichen werden können. Die Aufnahme der Daten dauert für ein Einfamilienhaus zirka eineinhalb, die Berechnung rund vier Stunden. Das Einstellen der Heizfläche ist dann in nur etwa fünf Minuten pro Heizfläche erledigt. Eine lohnende Investition von wenigen hundert Franken, die sich rasch amortisiert. Die Empfehlung von GebäudeKlima Schweiz: Lassen Sie sich von Ihrem Installateur eine Offerte erstellen.

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